Montag, 25. August 2025

Arbeitsversuch

Im Juli habe ich die Zusage für eine neue Stelle erhalten. Nach Rücksprache mit meiner Jobberaterin wird zuerst mit einem via IV laufenden sogenannten Arbeitsversuch gestartet. Das heisst, ich beginne im ersten Monat mit einem tieferen Pensum, welches im Folgemonat erhöht wird und erst im dritten Monat dem mit dem Arbeitgeber vereinbarten Pensum entsprechen wird. Während dieser Zeit wird meine Arbeitsleistung detaillierter beurteilt und bei Bedarf könnte der Arbeitsversuch bis zu einem halben Jahr verlängert werden. Damit soll herausgefunden werden, ob meine Arbeitsleistung mit einem tieferen Pensum (verhältnismässig) besser ist als mit einem höheren Pensum.

Im Prinzip habe ich nicht grosse Zweifel daran, dass ich das geplante Pensum umsetzen kann. Allerdings bin ich schon froh, dass endlich eine umfassendere Abklärung erfolgt, weil ich in der Vergangenheit schon öfters unter Überforderung gelitten habe. Zwar zeigte sich diese Überforderung nicht immer am Arbeitsplatz, sondern manchmal eher in der Freizeit oder im Haushalt, aber sie war eben doch da. Und nach den letzten Monaten, in denen ich meistens lange ausschlafen konnte, bin ich schon nicht mehr ganz sicher, ob eine regelmässige Arbeitstätigkeit wirklich gut für mich ist (ausser für mein Bankkonto). Apropos Bankkonto: Dieses ist inzwischen tatsächlich sehr am Limit. Wenn nicht bald mehr ankommt, werde ich zwangsläufig ins Minus geraten. Ich hoffe, dass sich dieses Szenario mit dem Arbeitsversuch etwas entschärfen wird und die anschliessende Anstellung die Situation wieder verbessert.

Seitens IV wartet der Jobcoach immer noch auf die Unterlagen im Zusammenhang mit dem Arbeitsversuch. Jedenfalls waren diese bis am letzten Donnerstag noch nicht eingetroffen und die Jobberaterin hat diesbezüglich beim zuständigen Verantwortlichen der IV nachgefragt. Ich fürchte, dass er wiederum stark überlastet ist und seine Aufgaben deshalb nicht ordentlich erfüllen kann. Auf eine separate Anfrage meinerseits hat er auch nicht geantwortet.

Nachtrag:
Nach einer Absprache mit allen Parteien wurde schliesslich entschieden, dass nicht ein Arbeitsversuch gestartet wird, sondern ein reguläres Arbeitsverhältnis mit Einarbeitungszuschüssen über drei Monate hinweg durch die IV, welche bei Bedarf verlängert werden könnten.

Dienstag, 10. Juni 2025

Stand IV-Abklärung / Coaching

Betreffend der IV-Abklärung ist vor einiger Zeit endlich etwas gegangen. Der zuständige Berater erklärte mir nach Intervention an eine höhere Stelle, er sei überlastet gewesen, habe nun aber wieder mehr Zeit und könne sich nun meinem Dossier widmen. Er entschuldigte sich für die Verzögerung und ich glaubte ihm, dass er es ernst meint.

Wenig später erfolgte die Beauftragung für das schon länger anstehende Coaching und kurz nach dem zweiten Gespräch, bei dem die Zielvereinbarung festgelegt werden musste, erfolgte auch die Kostengutsprache. Soweit so gut; ich bin nun gespannt, was sich aus dem Coaching heraus ergibt. Auf dem standardgemässen Bewerbungsweg hat sich weiterhin nichts erfolgversprechendes ergeben und so hoffe ich, dass die Coaching-Firma bzw -Person mehr Glück/Erfolg mit ihren Methoden haben wird.

Auf einen sofortigen Stellenantritt lege ich wegen der Situation mit meiner Zunge (siehe letzter Post) ohnehin keinen wert, insofern ist es mir gerade recht, dass bewerbungsmässig im Moment nichts Ernsthaftes offen ist.

Zungen-OP mit unangenehmen Folgen

Der im April erwähnte Arzttermin endete schliesslich als reine Besichtigung bzw. Anamnese des "Knuppels", weiters passierte dann nichts. Der Arzt sagte, man könne die Verdickung herausschneiden, was ein Eingriff von nur ca. 15 Minuten sei. Danach werde die Zunge noch einige Zeit geschwollen sein, aber es sollte alles ohne grössere Probleme vorbei gehen. Wegen meiner zögerlichen Einstellung zu jeglichen operativen Eingriffen liess ich mir das anschliessend mehrere Tage durch den Kopf gehen und wollte vor allem vor einer kurze Zeit später geplanten Ferienwoche nichts meh machen lassen; das Risiko, das es doch nicht so reibungslos über die Bühne gehen würde, schien mich einfach zu gross. Rückwirkend gesehen war dies ein guter Entscheid.

Etwa 10 Tage nach dem Ende der bereits erwähnten Ferienwoche rief ich schliesslich in der Klinik an und liess mir einen Termin für den Eingriff geben. Dieser fand am letzten Freitag statt. Dass mit Pfingsten danach gerade noch ein verlängertes Wochenende ist, war mir bei der Terminvereinbarung nicht eingefallen, sonst hätte ich den Termin wohl anders setzen lassen. Wie dem auch sei, der Eingriff selbst war wie prognostiziert keine grosse Sache, wobei das herausschneiden fast sofort erfolte, das Zunähen dann aber im Vergleich eine gefühlte Ewigkeit dauerte. Nach dem Nachlassen der Wirkung von der Spritze für die örtliche Betäubung waren sogar die Schmerzen nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Allerdings war mir gleich klar, dass ich einige Zeit nicht gut bzw. nur undeutlich werde sprechen können.

Die effektiv schlimmen Folgen zeigten sich erst beim Versuch, etwas zu Essen. Jede noch so kleine Bewegung der Zunge war anstrengend und sehr unangenehm, teilweise sogar schmerzhaft, und dies, obwohl ich nur ein Jogurt ass. Ein Versuch am nächsten Tag mit etwas weichem Brot und später mit wenig Teigwaren verdeutlichten, dass die Einnahme jeglicher festen Nahrung eine regelrechte Tortur ist. Schon nach wenigen Bissen war ich jeweils total erschöpft. So beschränke ich zur Zeit die Lebensmittelzufuhr auf Getränke und dickflüssige Speisen wie Suppe, Brei, Jogurt und Pudding, wobei selbst bei diesen die Mahlzeiten unüblich stark verlängert werden, weil ich darauf achten muss, nur kleine Löffelportionen aufs Mal zu nehmen. Eine zu grosse Menge hat jeweils zur Folge, dass die Zunge grössere Bewegungen tätigen muss, was fast immer einen sofortigen Schmerz auslöst an der Nahtstelle auslöst.

Ein weiterer recht unangenehmer Aspekt ist das Schlafen. Da in liegender Position der Speichel im Mund sich anders ansammelt bzw. eine andere Lage einnimmt als beim Sitzen oder stehen, hat der nur eingeschränkt funktionierend Schluckvorgang mitunter die Konsequenz, dass ich unvermittelt wach werde und husten muss. Diese Tatsache hält mich wiederum davon ab, zur Ruhe zu kommen, wenn ich im Bett liege.

Gestern (Pfingstmontag) nach dem Aufstehen fiel mir ein relativ dicker weisslicher Belag auf der Zunge auf, was mich beunruhigte und mich dann dazu bewogen hat, mich bei einer Notfallpraxis zu melden. Dies mitunter wegen einer allfälligen Nebenwirkung des Schmerzmittels, das mir verschrieben worden war, obschon die Symptome nicht vollständig passten. Die Ärztin in der Notfallpraxis vermutete schliesslich, dass es sich um einen Pilz handle, sie könne dies aber nicht selbst vor Ort untersuchen. Da ich ohnhin bereits für heute einen regulären Kontrolltermin hatte, erstattete sie dem behandelnden Arzt bericht und gab mir nur eine Mundspülung mit.

Beim heutigen Termin schaute der Arzt nur kurz in meinen Mund und sagte, es sehe alles in Ordnung aus. Als ich ihn meinerseits auf den weissen Belag ansprach, sagte er nur, das sei nichts Aussergewöhnliches und hänge mit der Anschwellung der Zunge zusammen. Man müsse einfach abwarten. Der Belag werde wieder hinausgespült, wenn ich wieder 'normal' trinken und essen werde. Ich muss ehrlich sein: Ganz so banalisierend hatte ich mir seine Reaktion nicht vorgestellt. Und nur hinausspülen lässt sich der Belag von meiner bisherigen Erfahrung her sicher nicht. Aber er ist der Arzt, ich nur die Patientin; was kann ich schon wissen. Den einzigen Tipp, den er mir dann noch gab, war,  dass ich versuchen könne, Eiscreme zu essen. Diese könne allenfalls eine beruhigende Wirkung haben. Seinen Tipp habe ich inzwischen bereits befolgt, von einer Beruhigung durch die Eiscreme könnte ich allerdings nicht Zeugnis geben - da bleibe ich lieber bei Jogurt, welches nicht ganz so kalt ist.

Im Sinne eines Selbstversuchs kam ich während der Rückfahrt von der Klinik auf die Idee, ich könne es noch mit Coca Cola versuchen; schliesslich wird diesem eine reinigende Wirkung zugeschrieben. Ob die Idee wirkich so gut war, weiss ich nicht. Jedenfalls könnte ich nicht behaupten, dass sich meine Hoffnung, die Kohlensäure könne vielleicht mithelfen, den Belag aufzulösen, bereits erfüllt hätte. Weil Coca Cola sehr viel Zucker enthält, ist es allemal nicht gut für die Zähne und noch weniger für die allgemeine Gesundheit. Im Sinne des therapeutischen Versuchs werde ich aber auch morgen noch etwas Coca Cola trinken; so schlimm wird das dann auch wieder nicht sein.

Montag, 21. April 2025

Bevorstehender Arzttermin

Morgen muss ich wegen einem "Knubbel" an meiner Zunge zu einer ärztlichen Untersuchung in eine Spezialklinik des Spitals, weil mein Zahnarzt mich dorthin verwiesen hat. Ich fühle mich nicht wohl vor dieser Untersuchung weil ich befürchte, dass Sie sehr schmerzhaft sein wird - sei es auch nur wegn einer Betäubungsspritze - und/oder während einiger Zeit danach Schmerzen beim Essen und Trinken bestehen werden. Allein die reguläre Dentalhygiene ist jeweils eine eigentliche Tortur für mich, da wage ich mir gar nicht vorzustellen, wie es bei/nach dieser Untersuchung sein wird.

Zwar erwarte ich keine schlimme Diagnose als Resultat der Untersuchung, aber theoretisch besteht doch die Möglichkeit, das etwas entdeckt wird, was eben nicht nur mit der Zunge oder dem Mund zu tun hat.

Freitag, 7. Februar 2025

Stellensuche und Abklärung für IV-Unterstützung

Seit einem halben Jahr bin ich nun daran, eine neue Stelle zu suchen. Allerdings muss ich gestehen, dass meine Motivation dafür sehr klein ist. Zwar übertreffe ich die notwendige Anzahl Bewerbungen pro Monat, aber ich bewerbe mich zur Zeit fast nur via Stellenvermittlungsbüros. In früheren Phasen habe ich darauf mehrheitlich verzichtet, weil ich mir sehr wohl bewusst bin, dass man bessere Chancen hat, wenn man sich direkt bewirbt anstatt sich vermitteln zu lassen (sofern das nicht explizit von der jeweiligen Firma verlangt wird). Aber aus Bequemlichkeit erfasse ich aktuell eben fast keine Bewerbung selber.

Praktisch zeitgleich mit der Anmeldung bei der regionalen Arbeitsvermittlung reichte ich eine Anfrage an die Invalidenversicherung ein. Nach einem telefonischen Gespräch war ich zur Abklärung dreimal bei einer Firma, welche unter anderem mit meinen zwei letzten Vorgesetzten sprach und anschliessend einen Report zurück an die Invalidenversicherung schickte. Nachdem ich sehr lange keinen Informationen von Seiten der IV bekam und auch der angeforderte Bericht mir nicht zugeschickt wurde, klappte es nach mehreren Versuchen irgendwann endlich, dass ich mit dem mir zugewiesenen Berater telefonieren konnte. Nun sollte sich irgendwann die Mitarbeiterin einer Beratungsstelle für ein Jobcoaching melden. Aber die ist offenbar derart überlastet, dass wiederum bis auf Weiteres nichts läuft.